FAQ´s   -  Fragen zum Thema Paleochora

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Meine Paleochora-Homepage besteht nun schon seit drei Jahren. Ich möchte mich an dieser Stelle zuerst einmal für die rege Resonanz bedanken, ich werde mich auch weiterhin bemühen die Seiten auf dem laufenden zu halten, Euere Fragen beantworte ich gerne!

Aus den Fragen der letzten zwei Jahre habe ich nun einige Schwerpunkte herausgesucht und versuche nun im Vorfeld einige Sachen zu beantworten.

Ich gehe mal davon aus, daß Ihr die Insel Kreta aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Flieger aufsucht. Es gibt zwei Airports auf Kreta : Heraklion, der große Touristenflughafen im Nordosten der Insel, und Chania, einen kleineren Militärflughafen im Nordwesten der Insel. Die meisten Angebote, die man von Deutschland aus buchen kann führen einen nach Heraklion. Die größte Stadt auf Kreta ist leider der erste Eindruck den die meisten Besucher zu verarbeiten haben. Heraklion ist mittlerweile durchaus mit Athen vergleichbar, natürlich längst nicht so groß. Aber was den Rummel, den Krach und die Abgase angeht, steht Heraklion in nichts nach. Ich persönlich bin immer heilfroh, wenn ich im Bus in Richtung Westen sitze, und die Stadt hinter mit lasse. Die meisten Nurflug-Angebote sowie Billigflüge beziehen sich auf den Flughafen Heraklion. Hat man Paleochora als Ziel vor Augen und will so schnell wie möglich dorthin, hat man noch einiges vor sich. Die Reisezeit mit dem Bus beläuft sich auf ca. 5 Stunden, einen günstigen Anschluß in Chania vorausgesetzt! Dieser Transfer ist aber dafür sehr preiswert, so ca. 30,-DM. ( WICHTIG! Der Busbahnhof nach Chania ist nicht direkt am Flughafen, für Eilige ist dringend das Taxi zum Busbahnhof zu empfehlen, ca. 12,-DM.) Für ein Taxi von Heraklion nach Paleochora muß man je nach Handel 180,- bis 220,- DM rechnen - Fahrzeit mit dem Taxi ca. 3,5 Stunden. Paleochorabesucher die nicht vormittags in Heraklion landen, schaffen es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht am gleichen Tag nach Paleochora. Eine Möglichkeit ist der Bus bis Chania ( letzte Verbindung ca. 20.00 Uhr ), und dann mit dem Taxi nach Paleochora, ca. 100,-DM. Eine andere Möglichkeit die Zwischenübernachtung irgendwo zwischen Heraklion und Chania, wobei ich Chania sehr empfehlen kann!

Sehr zu empfehlen sind die Flüge nach Chania. Es ist ein wesentlich ruhigeres Reisen ohne großen Streß. Vom Flughafen Chania fährt man eine viertel Stunde bis zum Busbahnhof in Chania, von dort aus sind es dann nur noch ca. zwei Stunden mit dem Bus nach Paleochora.

( WICHTIG! Letzter Bus in der Saison um 17.00 Uhr, außerhalb der Saison 15.30 Uhr.) Die Flüge von Deutschland nach Chania sind leider relativ teuer, man bekommt auch nur selten ein Lastminute-Angebot. Ich meine aber, daß sich diese Mehrausgabe für jeden der gezielt nach Paleochora will unbedingt lohnt.

Die meisten Fragen erhielt ich zum Thema Unterkunft. Dazu kann ich generell sagen : Paleochora ist ein Ort, der von seinen privaten Unterkünften lebt. Die Zimmersuche ist meistens der erste Berührungspunkt mit den Einheimischen, manchmal der Anfang einer langen Freundschaft. Der Ort bietet sehr viele Möglichkeiten zur Unterkunft an - fast jede Familie hat sogenannte `Rooms`, die in der Saison als Fremdenzimmer dienen. Es gibt auch regelrechte Pensionen, sehr komfortabel eingerichtet. Einige große Häuser nennen sich Hotel, man kann sie aber eher als große Pensionen bezeichnen. Kurz gesagt : es gibt für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Angebot, nur wer in Paleochora die Hotelburgen mit Swimmingpool und durchgehender Animation sucht, wird hier glücklicherweise nicht fündig werden. Ein normales kleines Zimmer mit Dusche und WC kostet so etwa 30,- bis 50,-DM pro Übernachtung, der Preis ist von der Aufenthaltsdauer und dem Verhandlungsgeschick abhängig. Kinder sind auf Kreta kein Problem, Beistellbetten gibt es auf Wunsch überall.

Eine Woche am Strand faulenzen ist sicherlich sehr erholsam, aber dann will man vielleicht doch mal etwas unternehmen. Leihautos sind mittlerweile auch in Paleochora kein Problem mehr, es gibt sogar mehrere Anbieter. Um sich einen fahrbaren Untersatz zu mieten braucht man selbstverständlich eine gültigen Führerschein, den man nicht daheim vergessen sollte! Im Angebot sind meistens kleine Autos, wie Corsa, Atos oder Micra. Diese Fahrzeuge werden teilweise sogar mit Klimaanlage angeboten. Um die Insel zu bereisen reichen diese Kleinwagen vollkommen aus, sie sind schön leicht für die Steigungen in den Bergen.

Wer die Insel auf zwei Rädern bereisen will findet hier vor allem ein großes Angebot an kleinen modernen Motorrollern, für normale Straßen eine prima Sache. Will man sich jedoch auch etwas abseits der befestigten Straßen bewegen, sollte man sich für eine leichte Geländemaschine entscheiden.

Die Preise sind auch hier vom Verhandlungsgeschick und der Mietdauer abhängig. Allerdings sollte man sich von der ausreichenden Versicherung des Fahrzeugs vergewissern. Manche Fahrzeuge sind nicht für Schänden am Unterboden versichert, wenn man irgendwo aufsetzt und sich die Ölwanne abreißt, geht das auf die eigene Rechnung!

Also Preise vergleichen, und sich genau informieren! Ich persönlich bin in Paleochora immer mit Notos-Travel gut gefahren, egal ob Auto, Fahrrad oder Motorrad.

Das wichtigste ist aber das eigene Verhalten mit dem geliehenen Fahrzeug. Vorsicht ist die erste Regel. Hinter jeder Kurve kann eine Überraschung warten. Die Sraßensicherheit ist (sofern überhaupt gegeben) in keinster Weise mit unseren Straßen zu vergleichen. Sollte es im Sommer einmal regnen, muß man sich das so vorstellen, als hätte jemand einen Tankwagen mit Schmierseife auf der Straße auslaufen lassen.

Die Saison von Paleochora fängt im April zu Ostern an. Dann gibt es auch die ersten Charterflüge nach Kreta. Die Tage sind im April noch sehr kurz, das Wetter in der Regel sonnig aber auch windig. Abends kühlt es relativ stark ab, was in den ungeheizten Unterkünften unangenehm sein kann. In den Tavernen und Restaurants sitzt man bei geschlossenen Türen und Fenstern - ein ungewohnter Anblick für die, die Paleochora nur vom Sommer her kennen, aber durchaus reizvoll! Im Mittelmeerraum läßt der Sommer nicht so lange auf sich warten wie bei uns. Im Mai gibt es dann schon die ersten richtig heißen Tage, langsam öffnen auch die letzten Geschäfte und Restaurants - man erwartet gespannt die neue Saison. Zu dieser Zeit trifft man hier in Paleochora viele "alte Bekannte", viele Besucher die am Anfang der Saison mal kurz vorbeischauen, sich hier die erste ordentliche Dosis Sonne abholen, wobei der Sommer in Deutschland immer noch auf sich warten läßt. Mai und Juni bilden in Paleochora die wunderschöne Vorsaison, die Zeit wo noch viele Pflanzen blühen, und die sommerliche Trockenheit noch nicht das Gesicht der Insel prägt. Ende Juni geht dann der Betrieb so richtig los. Große Gruppen von Touristen kommen und gehen, die Kinder regieren am Strand und nachts gehört die Stadt den jungen Leuten, sie pendeln dann zwischen Agios, Jeete und dem Paleochora-Club. Der Rummel geht bis Ende August, in diesen zwei Monaten macht Paleochora sein Geschäft. Das Wetter ist in dieser Zeit sehr stabil und heiß, Regen ist in dieser Zeit so gut wie ausgeschlossen. Aber auch nachts sinken die Temperaturen nur sehr mäßig ab, es ist die Zeit der Nachtschwärmer und Durchmacher.
Ich selber ziehe dann wieder den September vor. Es ist alles etwas ruhiger geworden, die Tage sind nicht mehr so brüllend heiß, und was besonders schön ist - das Wasser! Das Meer hat nun seine höchste Temperatur erreicht, aufgewärmt vom langen Sommer. Auch jetzt trifft man wieder alle die "alten Bekannte", viele von ihnen meint man schon im Frühling gesehen zu haben, oder war es letztes Jahr, oder vor zwei.......?
In Deutschland wird es nun so langsam wieder winterlich - in Paleochora wird man vom Spätsommer des Mittelmeers verwöhnt, meiner Meinung nach die schönste Reisezeit. Es erwarten einen ruhige, lauwarme Tage. Nachts kann man gut schlafen, es ist nicht mehr so heiß und so laut. Diese wunderschöne Zeit zieht sich bis Mitte Oktober, dann werden in Paleochora die Bürgersteige hochgeklappt. Ende Oktober endet auch der Charterflugverkehr nach Deutschland. Kreta bemüht sich woll auch, Wintertourismus einzuführen - vorerst nur in den beheizten Hotels im Norden. Mal abwarten wie es weitergeht!?